SZ vom 11. November 2003

Libeskind-Haus wird Kinderparadies
Wenn genug Mieter da sind, geht’s los mit Bauen

Darüber freut sich Dresden

Nein, es ist noch nicht gestorben – Dresdens schrägstes Haus. Seit Jahren schon verspricht die Wohnbau Nordwest (jetzt Woba Dresden) auf der Hauptstraße einen Neubau nach Entwürfen von Stararchitekt Daniel Libes kind. Zwar beschied die Stadt die Bauvoranfrage positiv. Doch die Umsetzung scheiterte bislang an einem geeigneten Nutzer. Zuerst waren Büros, dann ein Kulturkaufhaus im Gespräch. Seit gestern nun steht fest: Das Libeskind-Haus soll „Kinderwelt“ werden. Dazu sucht die Woba jetzt deutschlandweit nach Mietern. „Wir möchten kein Kinderkaufhaus bauen, das von einem Filialisten geführt wird“, sagt Woba-Sprecher Bernd Felgentreff. „Vielmehr geht es uns um einen bunten Mix fürs Kind.“ Neben Läden mit Kinderbekleidung, -büchern oder -geschenken denke man zum Beispiel an Freizeiteinrichtungen wie Kinderkino, Musikschule und Go-Cart-Bahn, einen Kinderarzt oder an Möglichkeiten, einen schönen Kindergeburtstag zu feiern. Auf die Dachterrasse und ins Erdgeschoss kommen Schnellrestaurants.

Ein Baubeginn steht noch nicht fest. „Er hängt davon ab, wann wir die 6 000 Quadratmeter Nutzfläche vermietet bekommen“, sagt Felgentreff. Innerhalb eines Jahres könne der Neubau stehen. Die Woba lässt sich das Libeskind-Haus elf Millionen Euro kosten. (SZ/saf)



Schräge Kanten, Fenster und Dachzipfel – das Modell zeigt, wie es
aussehen soll, das Libeskind-Haus auf der Hauptstraße. Foto: Woba Dresden

 

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