Dresdner Neueste Nachrichten vom 10.März 2008

Helma Orosz gegen Gewandhaus – Neubau

„Oberbürgermeisterkandidatin Helma Orosz sieht, wie bei den Diskussionen um die Brücke, eine erneute Spaltung der Stadt mit dem Vorschlag eines Neubaus des Gewandhauses“, heißt es in einer Pressemitteilung. Orosz begrüße den Antrag der CDU-Stadtratsfraktion zum Gewandhaus und hoffe, dass der Stadtrat in dieser Woche dem Vorschlag zustimmt. CDU und FDP hatten darin beantragt, das Areal für mindestens zehn Jahre unbebaut zu lassen.

Die Dresdner wollten aber, auch nicht in einem Museum wohnen, erklärte Orosz. Sie meint, dass eine Staatsoperette in der Innenstadt mit einem zeitgenössischen Neubau die Chance eröffnen könnte, einen international beachteten Akzent zu setzen.


Dresdner Neueste Nachrichten vom 12.März 2008

Neumarkt: Stadt will im Quartier III verbindlichen Plan

Von Ralf Redemund

Die Stadt will erstmals am Neumarkt einen verbindlichen Bebauungsplan aufstellen. Der B-Plan soll im Quartier III/2 (mit dem Leitbau „Palais Hoym“) auf dem Gelände des abgerissenen Polizeipräsidiums im Detail Investoren vorschreiben, was gebaut werden darf. „Ein Novum“, sagte Kathrin Tauber vom Stadtplanungsamt im Ortsbeirat Altstadt. Das sei erst mit den bestehenden Vergleichsbauten am Neumarkt möglich geworden, erklärte Tauber. Es sei aber nicht sicher, ob es angesichts der komplizierten Baugesetzgebung gelinge. Torsten Kulke von der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) begrüßte das Unterfangen. „Unser Verein fordert das seit Jahren“ meinte Kulke. Der Vorteil eines Bebauungsplanes liege darin, dass beispielsweise innere Strukturen von Kellern und Treppenbauten vorgeschrieben werden können – anders als beim British Hotel an der Landhausstraße. Der Ortsbeirat Altstadt stimmte dem Unterfangen zu. Laut Tauber wird der Entwurf des Bebauungsplanes noch vor der Sommerpause präsentiert.




Dresdner Neueste Nachrichten vom 13.März 2008

Gewandhausfläche soll ein Park werden


Von Ralf Redemund

Die Fraktionen sind sich im Vorfeld der heutigen Stadtratssitzung weitgehend einig, dass das Gewandhausgrundstück auf dem Neumarkt vorerst nicht bebaut werden soll. Über die genaue Formulierung wird allerdings gestritten. Im Bauausschuss war von einer Zehnjahresfrist die Rede. „Unsinnig“, befindet Christoph Hille (Bürgerfraktion), da der Rat jederzeit wieder neu entscheiden könne. Der Rat solle sich heute darauf einigen, grundsätzlich das Grundstück nicht zu verkaufen.
Die CDU-Fraktion schlägt vor, die Suche nach einer passenden Architekturlösung für einen Neubau erneut aufzunehmen. Das greifen die Grünen auf und wollen, dass das Nutzungskonzept weiterentwickelt wird. Die prämierten Entwürfe des Architekturwettbewerbs sollen dazu verwendet werden. SPD-Rätin Sabine Friedel wünscht sich auf der Gewandhausfläche eine schöne Platzgestaltung mit Bäumen, Skulpturen und Sitzmöbeln.


zurück zu News