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Sächsische
Zeitung
11. November 2009
Plattenbauten sollen für das Barockviertel weichen
Von
Stefan Rössel
Die
Inhaber der Geschäfte im sogenannten Barockviertel an Rähnitzgasse,
Heinrichstraße und Obergraben bis hin zur Königstraße klagen über
sinkende Besucherzahlen. Viele Läden haben aufgegeben oder sind abgewandert.
„Das Viertel ist ein Geheimtipp, mehr aber auch nicht. Dresdner und
Touristen finden kaum noch hierher“, klagt Christel Bräunig vom Café
Chocolat in der Rähnitzgasse 7.
Gemeinsam mit der Stadt wollen die Geschäftsinhaber nun eine Werbeoffensive
für ihr Viertel starten und dafür sorgen, dass die Barrieren davor
verschwinden: Die Plattenbauten an Hauptstraße und Neustädter Markt.
Bräunig nennt deren Abriss als Endziel.
Die Verpflichtung zum Rückbau wurde bereits beim Verkauf der Woba
festgeschrieben. Bei dem Block an der Hauptstraße 5/7 führt derzeit
nur ein niedriger Durchgang in die Heinrichstraße. Hier könnte die
Lösung nicht allzu fern sein. Dafür gibt es nämlich einen Kaufinteressenten,
mit dem sich die Stadt einig ist, dass der Zugang voll geöffnet werden
soll, wie Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) der SZ berichtete.
Für den Block, der die Rähnitzgasse vom Neustädter Markt abschneidet,
gebe es dagegen keine Bewegung bei der Gagfah, dem Nachfolgeunternehmen
der Woba. Aber die Stadt werde weiter auf den Abriss drängen, sagte
Hilbert.
Der Bürgermeister ist seit Jahresmitte im Gespräch mit der Initiative.
Die will schon zum Advent ein Riesentransparent an der Hauptstraßenfront
aufspannen, das für das Barockviertel wirbt.
Darüber hinaus drängen die Ladeninhaber darauf, Zufahrten zum Barockviertel
zu beschildern. Hilbert bemüht sich auch um mehr Fördermittel zum
Marketing für das Viertel. Entgegenkommen signalisierte er auch für
die Außengastronomie und Verschönerungen des Barockviertels.
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