Sächsische Zeitung,
07. Juli 2010


Bauexperten zeigen gelungene Architektur

Das Forum für Baukultur pflegt bauhistorische Traditionen und kooperiert mit fünf Schulen.

Der Dresdner Verein Forum für Baukultur sorgt sich um die Erhaltung baugeschichtlicher Traditionen. Für Fachleute von Architektur und Städtebau hat er eine Reihe von Publikationen herausgegeben und Veranstaltungen organisiert. Sein Hauptaugenmerk setzt er aber auf die Jugend.

Sebastian Storz ist treibende Kraft der Einrichtung. „Es geht immer mehr Sinn für die baugeschichtlichen Traditionen verloren“, sagt er: „Deshalb setzen wir vor allem bei den Schulen an, um wieder Grundlagen dafür herzustellen und kenntnisreichen Nachwuchs heranzuziehen.“

Mit fünf Schulen arbeitet das Forum inzwischen regelmäßig in Projekten zusammen. Es begann 2004 mit dem Erlwein-Gymnasium. Am Gymnasium Bürgerwiese wurde zuletzt begonnen, die – vorerst gestoppte – Entstehung ihrer neuen Schule zu verfolgen. Darüber hinaus wurden eine Reihe von Tagesveranstaltungen zu jeweils bestimmten Themenkomplexen an weiteren Schulen durchgeführt.

Anhand einfacher Unterrichtsmaterialien führt Susanne Reichle in Arbeitsgemeinschaften zum Beispiel die Grundformen von Dächern vor. Das schult den Blick. Immer wieder wird das Stadtmodell im Rathaus inspiziert. Oder die Entwicklung einer Straße vom 11. Jahrhundert bis heute wird studiert. Storz war nach Dresden gekommen, um ein Weiterbildungs- und Beratungszentrum für Denkmalpflege und behutsame Altbausanierung zu leiten. Aber schon bald wurde es nach Görlitz verlegt, und die als Sitz geplante Villa Salzburg in der Tiergartenstraße steht leer.

Inzwischen hat Storz in Rom ein ähnliches Zentrum eingerichtet, das beim Wiederaufbau der Italienischen Erdbebenregion um L‘Aquila beraten soll. Stefan Rössel

www.forum-fuer-baukultur.de

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