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Sächsische
Zeitung,
29. Mai 2010
Endlich können die Dresdner mitreden
Peter Ufer
Von Ufer.Peter@dd-v.de
über den Streit um die Bebauung des Neumarktes
Schloss
und Neumarkt sind das neue Zentrum der Stadt. Und es ist das alte.
Aber eines, was nur in der Erinnerung der älteren Dresdner lebt. Eines,
das die jungen Dresdner nicht kennen. Doch es gibt einige Dresdner,
wie beispielsweise die Mitglieder des Vereins Historischer Neumarkt,
die glauben, alles genau zu wissen. Aber es gibt keinen Neumarkt,
der historisch wiederentstehen könnte. Es gibt nur Anlehnungen, Ahnungen,
Rekonstruktionen, moderne Varianten. Und die Summe all dieser neuen
Bauten ergibt einen neuen Neumarkt. Mit Glück gebaut nach historischem
Vorbild.
Der Streit um die Fläche des einstigen Gewandhauses zeigt das bestens.
Denn dieses Haus existiert seit 200 Jahren nicht mehr. Jetzt von historischem
Wiederaufbau zu sprechen, ist originell, denn welche geschichtliche
Basis soll denn hier als Orientierung dienen? Genau deshalb ist der
Streit um den Neumarkt so schwer.
Deshalb ist auch nachvollziehbar, warum sich die Debatte so lange
hinzieht. Deshalb ist auch einleuchtend, warum sich viele Dresdner
so schwer damit tun, den Markt als ihr neues Zentrum anzunehmen. Es
ist spät, aber nicht zu spät, wenn Oberbürgermeisterin Helma Orosz
jetzt mit den Dresdnern über den Neumarkt ins Gespräch kommen will.
Denn dieses Zentrum wird künftig die Stadt immer stärker prägen. Mit
dem Neumarkt wird Dresden identifiziert. Aber identifizieren sich
die Dresdner wirklich mit dem Neumarkt?
vier
Abbildungen
Ideen
für die Gewandhausfläche
Vorschlag mit Bürgerhäusern Stadtplaner schlagen vor, die Fassade
bis an die Baukante der Gewandhausfläche zu ziehen. SPD, Grüne, Linke
wollen das prüfen.
vier
Abbildungen
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