Grünes Licht für Hotel Stadt Rom

Sächsische Zeitung vom 17.05.2019

Mit der Gebäuderekonstruktion könnte die Neumarkt-Bebauung vollendet werden.

Nachdem der Stadtbezirksbeirat Altstadt sich noch gegen einen Wiederaufbau des Hotels Stadt Rom  ausgesprochen hat, stimmte der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften am Mittwochabend  für die Gebäuderekonstruktion auf dem Neumarkt.  Knackpunkt im Stadtbezirksbeirat war die Formulierung, dass das Haus eine Brandwand nach Süden bekommen soll. Daran störten sich viele Lokalpolitiker, die das Gebäudeensemble auf der Wilsdruffer Straße dadurch beeinträchtigt sahen.

Nun wurde der Beschlusstext dahingehend geändert, dass nach Süden eine ansprechend gestaltete Fassade entstehen soll. Danach stimmte eine große Mehrheit einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion zu. Auch der Kulturausschuss hatte sich bereits für den Wiederaufbau ausgesprochen.  „Ich gehe davon aus, dass die breite fraktionsübergreifende Mehrheit für das Hotel Stadt Rom auch im Stadtrat besteht. Damit kann der Wiederaufbau des Neumarkts endlich vollendet werden“, sagt CDU-Stadtrat Klaus Rentsch, der Initiator des Antrages.

Nach Aussage von Torsten Kulke, dem Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) gibt es drei Interessenten, die das Hotel Stadt Rom bauen möchten. Einer davon ist die Baywobau Dresden. „Wir werden ein Angebot abgeben, wenn die Stadt das Grundstück ausschreibt“, sagt Baywobau-Chef Berndt Dietze. Er rechnet aber mit zahlreichen anderen Bewerbern.

Das Hotel Stadt Rom kann jedoch nicht am ursprünglichen Standort entstehen, weil dort Abstandsflächen zu Nachbargebäuden wie der Heinrich-Schütz-Residenz berührt würden. Deshalb muss es jetzt Gespräche mit der Vonovia geben, weil man zu dicht an deren Häuser auf der Wilsdruffer Straße heranrücken würde. Deshalb ist unklar, wann mit einem Baubeginn zu rechnen ist.

 

Visualisierung:
So könnte das Hotel Stadt Rom bald aussehen. © ©arte4D / Baywobau