Bauzeit:                Planung: 2014 – Bau: evtl. ab 2017
Bauherr:               Baywobau
Architekten:         IPROconsult GmbH (Generalplaner für Planungen Architektur, Tragwerk, Technische Ausrüstung u. Brandschutz)

Knerer & Lang   /  Wörner Traxler Richter (Fassaden Rosmaringasse)

Nutzung:               Hotel, Wohnungen, Büros, Geschäfte, Tiefgarage

Städtische Planung:       

Bebauungsplan Nr. 375, Dresden-Altstadt I Nr. 38, Neumarkt Quartier VII
http://ratsinfo.dresden.de/ (25.06.2012)

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Lageplan: städtische Planung (rot markiert: Leitbauten und Fassadenrekonstruktionen)
Das Quartier wird begrenzt von der Schlossstraße im Westen, der Sporergasse im Norden (angrenzend an Quartier VIII), der Schössergasse im Osten und der neuen Rosmaringasse im Süden.
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Bebauungsplan 375

Leitbau: Caesarsches Haus (Schössergasse 25)

Das um 1740/50 errichtete adlige Mietshaus mit großzügigem Grundriss besaß mit Lisenen gestaltete Hoffassaden, deren Zierde ein Brunnen war. Die Fassade in der Schössergasse, ebenfalls mit Lisenengliederung, wies Putzspiegel und einen Mittelrisalit mit Verdachungen und Rokokodekor auf. Das Mezzanin mit segmentbogenförmigen Fenstern war mit Gurtgesims abgetrennt. Das Haus stellt in seiner Einheit von Hof, Grundriss und Straßenfassade eines der schönsten Beispiele seiner Zeit dar.

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(Bild: Cäsarsches Haus, Zustand um 1800)
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Grundriss OG Cäsarsches Haus

Rekonstruktion der Fassade mit neuen Grundrissen:

Schlossstraße 26

Schlossstraße 28

Der schlichte Bau mit zweigeschossigem frühbarockem Erker wurde durch Pilaster mit ionischen und korinthischen Kapitellen gegliedert und zeigte frühbarocken Dekor in den Brüstungszonen. Im Inneren befand sich ein schönes Portal zur Haupttreppe, das dem Manierismus zuzuordnen war.

Schlossstraße 30 – Fürstliches Haus

Ein adliges Wohnhaus, das ursprünglich manieristische Giebel besaß. Die Fenstergewände wie die Eckrustizierung deuten in ihrer Profilierung auf eine Bauzeit im 16. Jh. hin. Im 19. Jh. wurde nach Abbruch der zierlichen Giebel das 5. OG aufgesetzt. Der Erker stellt eine der qualitätsvollsten Arbeiten aus der Zeit um 1610 dar. In dessen Brüstungszone im 1. OG fand sich ein Flachrelief mit dem Bildnis des Kurfürsten Christian II. und seiner Frau Hedwig von Dänemark, im Sockel des Erkers die Wappen der Mark Meißen, Kursachens und Dänemarks (heute im Stadtmuseum).

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Schlossstraße 30, Erker von 1610 mit den Bildnissen des Kurfürsten Christian II und seiner Gemahlin Hedwig von Dänemark. Das Relief ist im Original erhalten (Aufnahme: Deutschen Fotothek / SLUB 1944)

„Leitgrundriss“ – Beispiel für ein Durchhaus:

Schlossstraße 24

Arkaden im Hof: Die Arkaden waren der kunsthistorisch bedeutsamste Teil, sie stellten eines der wenigen Beispiele von Hofarchitektur des 16. Jahrhunderts in Dresden dar. Ende des 16. Jh.s errichtet, waren ihre Bögen auf schwere Sandsteinsäulen gesetzt, die sich in ihrer Ausbildung von unten nach oben vereinfachten.

Durchhaus – Hofarkade
Zeichnung 19. Jahrhundert

Städtische Planung für das Quartier VII-1 von 2001 (redaktionelle Änderungen 2011)

Städtische Planung
Leitbau (R) – mit einem Kreis umrundet
Leitfassade (R)
Leitgrundriss – Beispiel für ein Durchhaus (RD)

Werkstattverfahren zum Quartier VII  – 2006
Ein Werkstattverfahren zu Nutzung und Gestaltung des Quartiers VII im Neumarkt-Areal beschäftigte sich 2006 unter der Leitung des damaligen Dresdner Baubürgermeisters  Herbert Feßenmeyer mit dem gesamten Areal zwischen Rosmaringasse, Schlossstraße, Sporergasse und Jüdenhof.

Sieger des Werkstattverfahrens: Architekturbüro dd1 (Dresden)

Visualisierungen der Entwürfe für das Quartier VII:
http://archiv.neumarkt-dresden.de/werkstattverfahren-quartier7-dd1.html

Weitere Teilnehmer (u.a.):

Thomas Mueller + Ivan Reimann (Berlin) – 2. Preis
Architekturbüro Kai von Döring, Pfau-Architekten, Holger Just, G.N.B.H. Architekten, Schulz-Schulz Architekten, Gustavs + Lungwitz, awb Architekten, Peter Zirkel


Sieger des Werkstattverfahrenss 2006 zum Quartier VII: Architekturbüro dd1 (Dresden)
Blick in die neue Rosmaringasse (hinter dem Kulturpalast) von der Schlossstraße aus gesehen.
www.dd1architekten.de

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