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Originale Brunnenfiguren (im ehemaligen Hof des Palais Hoym) - von ca.
1972 bis 2003 aufgestellt in einer Nische des Polizeianbau-gebäudes,
das 2005 abgerissen worden ist.
Die eingelagerten Brunnenteile sollen in den als Leitbau vorgesehenen
Neubaukomplex mit einbezogen werden. Vergrößerung

Modell Palais Hoym (Ausschnitt) von Ritter
http://rittermodelle.de/architektur.html
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Text aus der Homepage
www.sib-neumarkt.com/landhaus.htm
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Quartier am Landhaus
Das zum Verkauf stehende Baugrundstück schließt an das kürzlich sanierte
ehemalige Polizeipräsidium im Stil der Neorenaissance an und liegt in
direkter Nachbarschaft zur Frauenkirche. Bis 1945 stand auf dem Areal
mit dem Palais Hoym eines der prachtvollsten barocken Häuser der Stadt.
Von 1977 bis zum Abriss 2005 befand sich hier der Erweiterungsbau des
Präsidiums. Die Verbindung von einer gemischten Bebauung – Wohnen, Dienstleistung,
Gewerbe – und der Rekonstruktion des eleganten Palais als Leitbau macht
den besonderen Reiz des Quartiers aus. Vor allem die großzügigen Höfe
des ehemaligen Adelspalais lassen sich vielfältig und interessant nutzen.
Grundstücksbeschreibung
Die zu veräußernden Flurstücke liegen im Quartier III des Areals des historischen
Neumarktes in unmittelbarer Nähe der weltbekannten Frauenkirche. Als Leitbau
soll das Hoymsche Palais als eines der letzten wieder zu errichtenden
Palais entstehen. Das Palais entsprach seinen Grundrissen nach eher einem
Bürgerhaus mit zwei Obergeschossen und einem Mansardengeschoss, einer
13-Achsen-Front mit dreifenstrigem Mittelrisalit. Über den drei reich
geschnitzten Mittelportalen ragte vor den Fenstern des Mittelrisalits
im ersten Stockwerk ein Balkon vor. Ziel ist eine Annäherung an die historischen
Gegebenheiten, wobei im Einzelnen der Architekt zu neuen Lösungen schreiten
kann, ohne dass das Gesamtbild leidet. Abstimmungen mit der Denkmalbehörde
sind erforderlich, wobei Spielräume bei der Innengestaltung möglich sind.
Das Hoymsche Palais erlangt durch die geplante Verlegung des Einganges
des Stadtmuseums in die Landhausstraße zunehmend an Bedeutung. Für die
übrigen Flächen ist eine kleinteilige Bebauung vorgesehen. Das Stadtplanungsamt
strebt eine Vielfalt an Nutzungsarten an, großflächige Nutzungen sind
nicht geplant.
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Ansicht von der Frauenkirche auf das heute als Quartier III-2 bezeichneten
Areal mit Blick in die Rampische Gasse (rechts der Rampischen Straße).
Aufnahme: 1930, Vergrößerung
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Palais Hoym

Palais Hoym, Landhausstraße 11, Illustrationen: S.Hartmann
Das größte bis 1945 erhaltene Adelspalais im Neumarktgebiet
war das Palais Hoym, welches sich
über mehrere Höfe zwischen Landhausstraße 11 und Rampischer
Straße 16/18 erstreckte.
Das Palais entstand 1739 im Auftrag von Oberstallmeister Graf Johann Adolf
v. Brühl, dem Bruder des Premierministers. In der kühlen Noblesse
des "sächsischen Rokoko"
errichtete Johann Christoph Knöffel 1739 - 42 den Hauptbau
an der Landhausstraße. Das Gebäude wurde im Siebenjährigen
Krieg 1760 zerstört und von Reichsgraf von Hoym, seit 1752 neuer Besitzer,
wieder errichtet. Die in diesem Zusammenhang neu geschaffenen prächtigen
Rokokotüren waren wohl das Werk J.Deibels.
Seit 1766 im
Besitz des Kurf.Geheimen Rates W.v.Riesch, wurde das Palais durch den
Architekten F.A.Krubsacius zu einer Vierflügelanlage mit Festsaaltrakt
umgebaut und erstreckte sich durch Hinzufügung weiterer Gebäude nunmehr
bis zur Rampischen Straße.
Nach dem Erwerb durch die Dresdner Gesellschaft Harmonie um 1830 wurde
der Bau mehrfach verändert. Am 05. Januar 1848 wurde von Robert (und Clara)
Schumann in den Räumen der Harmonie der „Verein für Chorgesang",
einer der Vorläufer der 1884 gegründeten Singakademie, ins Leben gerufen.
(siehe: Armin Gebhardt "Robert
Schumann. Leben und Werk in Dresden)
Bis zur Zerstörung 1945 war im Palais das "Conservatorium für Musik" beheimatet.
Der geborgene Brunnen Knöffels aus dem Innenhof, stand lange Zeit am Anbau
des Polizeipräsidiums, welcher inzwischen abgerissen wurde.

Von unserer Gesellschaft
komplett ausgearbeitete
Rekonstruktionszeichnungen des Palais' Hoym. Hier: Hofansicht
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Krubsacius, Friedrich August, Grundriss Palais Hoym
Verwalter: Dresden, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Planarchiv
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Palais Hoym an der Landhausstraße
(vor 1945) von der Friesengasse aus gesehen mit einer vornehm-zurückhaltenden
Ornamentik von Knöffel. Foto: Sächs. Fotothek/ SLUB |

Palais Hoym, Ansicht
von der
Landhausstraße - Erdgeschoss mit
Portal und 1. Obergeschoss |
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Hoym'sches Palais (MIttelbau
in Hof) nach 1760. Ausschnitt der Fassade im Hof mit dem
Delphinbrunnen von Gottfried Knöffler (Prof. der Akademie), Aufn.
um 1920
Von dem Bildhauer stammen u.a. auch die Hermen und der Brunnen im Taschenbergpalais,
sowie der Brunnen und die Kindergruppen vom Coselpalais.)
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Zeichnung vom Neumarktquartier
östlich der Frauenkirche
mit dem Palais Hoym (kräftiger markiert)

Gartenhaus
Geist
der Aufklärung
Frühklassizismus in Dresden
Etwas Nobles, aber ohne überflüssige Zierraten.
Von Dr. Manfred Scholze
Zitat auf: www.dresdner-blaettl.de/2005/18/181101.htm
Solcherart Bauen, das auch bei den Bürgerhäusern rund um die Frauenkirche
Realität wurde, entsprach der neuen Bauordnung, die der neue Kurfürst
König Friedrich August III erlassen hatte. Darin hieß es unter anderem,
dass „künftighin bey allen neu aufzuführenden Palais und anderen Bauten
... dahin gesehen werde, dass an allen Stücken und Teilen des Gebäudes
etwas Nobles, dabey aber doch an Schmuck und Zierraten nichts überflüssiges
... sich finde.“
Es lag aber nicht nur am Tode des Barockfürsten und anderer Dresdner Barockgrößen,
die just in diesen Jahren starben (Dinglinger 1731, Permoser 1732 und
Pöppelmann 1736), sondern auch am neuen Zeitgeist, der diese Veränderungen
hervorbrachten. Der Geist der Aufklärung und damit die Hinwendung zum
Diesseitigen, zur Natur, aus der man mittels des Verstandes Vernunft schöpfen
konnte, bestimmte ihn ebenso wie die Antikenverehrung seit man in den
Dreißigerjahren in der Nähe von Pompeji Ausgrabungen gemacht hatte. Dazu
hatte auch der in Nöthnitz und Dresden lebende Gelehrte Johann Joachim
Winkelmann beigetragen. Seine Beschäftigung mit dem Altertum führte zu
vielbeachteten Publikationen und seine Formel von der „Edlen Einfalt und
stillen Größe“ wurde zum Schlagwort dieser Zeit.
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Haupttreppenhaus im Palais
Hoym - Zeichnung 1780 |
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Fassade zur Landhausstraße
(Ausschnitt) |
Literatur:
Rainer Henke: Das Palais Hoym. Geschichte einer Dresdner Adelsresidenz,
Dresden 2006
zu
Quariter III/1
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