Quartier III/1
 
 
Bauzeit:   2007 - 08 (Wettbewerb: 2006)
Bauherr:   Die Baywobau Baubetreuung GmbH www.baywobau.de
Architekten:   IPRO + Wörner Architekten www.wp-net.de
Homepage:  

www.cosmo-dresden.de/q3.htm
Das Projekt wird durch die Dresdner Immobiliengesellschaft vorgestellt.

Nutzung:  

Restaurants, Büros, Wohnungen,
zwei Hotels: 5-Sterne-Aparthotel 'Altes Dresden' und 4-Sterne- Aparthotel 'Neumarkt' " - Details: www.booking.com/hotel/de/aparthotel-neumarkt.de.html




Inzwischen abgerissen: ehem. Keller auf dem
Grundstück der Baywobau. Bildquelle:
www.archsax.sachsen.de


Übersicht der städtische Planung für das Quartier III/1

Das Areal wird von der Baywobau gebaut. Zwei Bürgerhäuser
(im Plan blau straffiert) werden separat von einem Einzel- bauherren errichtet (nähere Informationen dazu: siehe Link
rechte Spalte!)



Projektplanung für die Rekonstruktion
zweier Bürgerhäuser
An der Frauenkirche 16-17

Zum Einzelobjekt:
An der Frauenkirche 16 - 17 bitte hier klicken!

 

Neues vom Quartier III

August 2007
Eine originale historische Straßenbahn wurde am 03. August 2007 mit einem Kran in die keisrunde Öffnung des zukünftigen Erlebnisrestaurants "Dresden 1900" geschwenkt. Webseite: www.dresden1900.de
Vergrößerung und andere Ansicht.

 

 

 

Probestück am Eckhaus Neumarkt 4

Links: Ausschnitt aus einem Foto des Eckhauses Landhausstraße 4 im 1. OG (Foto: vor 1945, Deutsche Fotothek) - Rechts: Probestück am Quartier III - in Höhe des 1. OG angebracht.
(02. August 2007) Foto: Frank Schober / Diese Probeachse hat noch nicht alle Einzelheiten. Sie soll vorrangig die plastische Wirkung und die Farbkombinationen testen. Vergrößerung


Start für neue Neumarkthäuser

Für das neue „Juwel an der Frauenkirche“ wurde am Freitag der Grundstein gelegt.
34 Wohnungen, Läden, Cafés, Büros und Arztpraxen entstehen. SZ vom 05.05.07

www.cosmo-dresden.de/q3.htm
Geänderte Fassadenabwicklung und Grundrisse werden auf der Homepage der Dresdner Immobiliengesellschaft, die das Quartier III vermarkten soll, vorgestellt.

Baywobau ändert Pläne
SZ vom 13. Mai 2006: Nach der Kritik vieler Dresdner an den Entwürfen für das Quartier 3 reagiert nun der Investor.

„Zu den Plänen für das Quartier 3 gibt es zahlreiche Vorbehalte. Auch in der SZ haben sich die Dresdner kritisch zu Wort gemeldet. Wir haben allein mehrere hundert Zuschriften“, sagt Torsten Kulke von der Gesellschaft Historischer Neumarkt. (..). „Wir werden uns jetzt wahrscheinlich für eine angepasstere Fassade entscheiden“, kündigt Berndt Dietze von der Baywobau Dresden an. Sein Unternehmen wolle damit auf sachliche Kritik reagieren. Allerdings habe es auch sehr unsachliche Briefe und Mails mit Drohungen gegeben.

Ein Gutachterausschuss hatte am 11. April die Arbeit der Dresdner Architektin Heike Böttcher prämiert – eine hochwertige Fassade aus Glas und Edelstahl. Nun soll die klassische Lochfassade des Büros Hänel & Forkert die weitere Arbeitsgrundlage bilden.


Schließlich kam doch ein veränderter IPRO-Entwurf zur Ausführung. Vergrößerung



Pressemitteilung der GHND
zum aktuellen Projekt der Baywobau Dresden GmbH
„Q III – Fünf Häuser“


Ebenso wie die Dresdner Öffentlichkeit, die sich bereits mehrfach in Leserbriefen und Internetzuschriften geäußert hat, sieht auch die GHND den bisher erreichten und unlängst veröffentlichten Planungsstand für das Quartier III –“Fünf Häuser“ der Baywobau GmbH in dieser Form für das sensible Gebiet des Neumarkts als unpassend. In erster Linie gilt dies für den im Gutachterverfahren prämierten Entwurf von Heike Böttcher für das Haus Neumarkt 6. In einem konstruktiven Gespräch mit Herrn Dietze (Baywobau) wurde über Änderungen gesprochen. Verbindliche Ergebnisse dazu liegen uns noch nicht vor.

Der Vorstand
Dresden, den 11.05.2006


Gesamtabwicklung Fassaden Quartier III
An der Frauenkirche / Landhausstraße
und ein Grundriss des geplanten Quartiers vom Erdgeschoss (vor der Änderung)

 

 



Wettbewerbsentwürfe für das Quartier III
mit Visualisierungen und Erläuterungsberichten der einzelnen Architekturbüros


Wettbewerbsbeitrag von Kretzschmar + Dr. Borchers


in etwas die gleiche Perspektive vom Turm der Frauenkirche vor 1945
Foto: Fotothek Dresden / SLUB - Vergrößerung


Hier schreiben die Leser
Das Thema Bebauung am Neumarkt beschäftigt viele Dresdner und Freunde der Stadt. Das bekunden sie in ihren Zuschriften an die Redaktion der Sächsischen Zeitung, SZ vom 20.04.06


Modernes zwischen Leitbauten geplant
Auf dem historischen Platz soll nun auch ein Gebäude mit Glasfassade entstehen. SZ vom 15.04.06 - siehe auch:
Der Neumarkt wächst weiter: Wettbewerbssieger aus Glas und Edelstahl - DNN vom 14.04.06
"Die 2. Preise gingen an das Büro Hänelfurkert architekten, Dresden und an Werner Hößelbarth, Radebeul, die 3. Preise an Ipro Dresden und Walter Köckeritz, Dresden."

Im Bild rechts: Pläne vom Architekturbüro Wörner für das Quartier 3 – An der Frauenkirche 22 - Fassadenwettbewerb 1.Preis 2006, Vergrößerung und mehr Information unter: www.wp-net.de

 

 

 


Bildquelle: Baywobau
Wettbewerbssieger: Heike Böttcher für das Haus Neumarkt 6 und Wörner & Partner An der Frauenkirche 22 / Vergrößerung

Erste Plätze für Dresdner Architekten
Der Gutachterausschuss wählte gestern die Preisträger für zwei Häuser im Quartier 3 aus.
SZ vom 12.04.06

Ein weiteres Glied in der Kette
Zwischen dem Hotel de Saxe und der Frauenkirche soll jetzt ein neuer Komplex mit Läden, Wohnungen, Büros und Arztpraxen entstehen. SZ vom 08.04.06



Der Vergleich mit der Vorkriegssituation zeigt, daß das erste Haus in der
Landhausstraße in der Fassadenausbildung seines Neorenaissancestils
verdoppelt wird. Vergrößerung
(Bildquelle: Baywobau)


Vergrößerung / Zeitgenössische Postkarte (Quelle: Fotosammlung Dr. Holger Rohland).

 


Hintergrund-Informationen zu diesem Quartier- Vgl. auch Gesamtplan-An der Frauenkirche

Farbige Rekonstruktionszeichnung der Landhausstraße

Landhausstraße
Farbige Rekonstruktionszeichnung der ersten 7 Gebäude der Landhausstraße - 2003. Bildautor dieser Zeichnung ist Andreas Hummel von unserer Gesellschaft.
Details und Vergrößerung hier
!

Nach der Skizze der Baywobau vom Oktober 2005 sollen auf dem ganzen Grundstück sieben Gebäude in historischer Fassade errichtet werden, wobei das Eckgebäude mit den Halbbogenfenstern ein Leitbau ist.

 

 

 

Städtische Planung
Die rot markierten Flächen kennzeichnen "Leitbau und Fassadenrekonstruktionen entsprechend Gestaltungssatzung 1995", blau: "Leitbau und Fassadenrekonstruktion Ergänzung entsprechend Stadtratsbeschluß vom Juli 2000". Vergrößerung
Zu den hier festgelegten drei Leitbauten und Fassadenrekonstruktionen hat also die Baywobau noch vier dazu genommen. Insgesamt werden nun sieben Parzellen an die alte Barockarchitektur erinnern, während die Dachlandschaft im ganzen einen homogenen Eindruck von geneigten Ziegeldächern straßenseitig erzeugen wird.


Neumarkt, Anfang des 20. Jahrhunderts (Aufnahme: SLUB/Fotothek) - Vordergrund: Türkenbrunnen / links: Quartier I, Frauenkirche / Bildmitte: Quartier II (Blick in die Rampische Straße) / rechts: Quartier III



Neumarkt vor 1945, Blick vom Eingang der Frauenkirche auf das Quartier III.
Die GHND hofft, daß der Bauherr Baywobau den Fehler vom Quartier IV hier nicht
wiederholt und die differenzierte Abstufung der eigenwilligen Giebellandschaft nicht
durch entstellende Kombinationen von Mansarddächern und Flachdächern im Hof-
bereich der Lächerlichkeit preisgibt.

 

23.12.2004 Pressemitteilung
Die MRE Holding GmbH, Hamburg, hat am Mittwoch, den 22.12.04 beim Amtsgericht Hamburg wegen Zahlungsunfähigkeit den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Mehr zur Insolvenz

November 2003

Die Firma MRE Holding GmbH (MÜBAU Real Estate) beteiligt sich am Bau der gemeinsamen 10 Millionen Euro teuren Tiefgarage unterm Neumarkt. Durch die nun erzielte Klarheit bei der Tiefgarage "können wir uns jetzt auch wieder auf das Quartier III konzentrieren. Neun Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 2 200 Quadratmetern sind im Eigentum der MRE Holding GmbH. Übrigens sind diese Grundstücke auch alle bezahlt. Zum Quartier III gehören die drei Leitbauten An der Frauenkirche 20 sowie Neumarkt 4 und 7, die wir mit originalgetreuen Fassaden, aber modernen Grundrissen gestalten. In dem Komplex sollen Läden und Restaurants, 20 Prozent Wohnungen sowie Büros entstehen" - so Manager Claus Fiebiger von der MRE Holding GmbH. Der Zeitpunkt des Baubeginns richte sich nach der Vermarktung. Es gäbe großes Interesse für die Handels- und Gastronomieflächen, auch die Nachfrage nach den Wohnungen sei gut. 2006 zur 800-Jahrfeier soll das 30 Millionen Euro fertig sein.

August 2003
Die Investoren der MÜBAU Real Estate GmbH haben - aufgrund einer Freigabe aller archäologischen Bodenreste durch Landesarchäologin Judith Oexle - alle noch im Original vorhandenen barocken Kellerfundamente auf ihrem Grundstück abgerissen. Ein Skandal!

10. November 2002 -
Das Engagement der MÜBAU für den Neumarkt steht unter neuen Vorzeichen. Seit dem 21.12.2001 ist die Firma in MÜBAU Real Estate GmbH umbenannt worden, "da durch die mehrheitliche Beteiligung der HBAG Real Estate AG an der AGIV Real Estate AG auch die MÜBAU zum HBAG-Konzern gehört". Die MÜBAU ist also "geschluckt" worden. Die Verwaltungsstrukturen dieses nun reinen Wohnimmobilienunternehmens haben sich geändert, so daß auch der alte MÜBAU-Chef Gerd Koppenhöfer nicht mehr an Entscheidungsstellen sitzt.


Oktober 2001
Das Areal soll in würdiger achitektonischer Form nach historischem Vorbild bebaut werden. MÜBAU-Chef Gerd Koppenhöfer: "Die kleinteilige Bauweise der Häuser mit aneinander anschließenden schmalen Häusern soll sich in der Gebäudefront widerspiegeln." Entstehen werden sechsgeschossige Häuser mit je zu einem Drittel Wohnungen, Büros und Läden. "Wir werden aber wohl das Eckhaus Neumarkt 4 und das Haus An der Frauenkirche 20 rekonstruieren", erklärt Herr Koppenhöfer auf die Frage, welche Häuser die MÜBAU originalgetreu wieder aufbauen will. Er werde dies trotz 50 % höherer Baukosten für die Fassade tun. Allerdings wird nur die Fassade rekonstruiert. Die Grundrisse sämtlicher Gebäude werden jedoch gegenüber dem Vorkriegszustand wesentlich verändert. Mehrere Häuser werden zusammengefaßt. Der eine große neue Innenhof soll modern gestaltet werden in Form einer gläsernen, eiförmigen Überdachung, was unsere Gesellschaft größtenteils für bedenklich hält.
In einem Wettbewerb will er die Gestaltung der übrigen Fassaden - insgesamt sind es 110 laufende Meter - klären lassen. Wettbewerbsvorgaben werden sein:
- kein Beton, Stahl und Glas bei den Fassaden zum Platz
- Wiederausbildung der Dachlandschaft mit Gauben und Abstufungen
- Zahl der einstigen Fensterachsen und Art der Simse soll die Fassaden wieder gliedern
- bestimmendes Material: Putz
- Einbeziehung der vorhandenen Kellerfundamente

 

2001



Studie zum Quartier Landhausstr./Rampische Str. vom Architekturbüro Kühne/ Hummel
(Dresden).
Mit Text und Bildern zu: Imagesuche, Ziele, Problemfelder, Lösungsweg, Erfolgsrezept: Parzelle. (Dresden 2001)

 

1992


Studie Neumarkt (Quartier III) 1992, Vergrößerung
(Aus der Ausstellung der Sächsischen Akademie der Künste zum Werk des Dresdner Architekten Wolfgang Hänsch 2005 im Blockhaus). Dieser Entwurf trägt noch ganz die Handschrift des stark von der Postmoderne geprägten damaligen Zeitgeistes.
Herr Hänsch war auch an der ersten Entwurfsfassung der Gestaltungssatzung Neumarkt, Planungsgruppe Dresden-Neumarkt der Architektenkammer Sachsen 1994 beteiligt.

Dies sind u.a. zwei Häuser, die die Baywobau rekonstruieren wird: links: An der Frauenkirche 20 / rechts: Eckhaus Neumarkt 4
Modell: An der Frauenkirche 20 Fotografie: Neumarkt 4 (vor 1945)



 
Quartier III/2
 
 

Originale Brunnenfiguren (im ehemaligen Hof des Palais Hoym) - von ca. 1972 bis 2003 aufgestellt in einer Niesche des Polizeianbau-gebäudes, das 2005 abgerissen worden ist. Die eingelagerten Brunnenteile sollen in den als Leitbau vorgesehenen Neubaukomplex mit einbezogen werden. Vergrößerung
 

Quartier am Landhaus (Quartier III)

Text aus der Homepage www.sib-neumarkt.com/landhaus.htm :

Das zum Verkauf stehende Baugrundstück schließt an das kürzlich sanierte ehemalige Polizeipräsidium im Stil der Neorenaissance an und liegt in direkter Nachbarschaft zur Frauenkirche. Bis 1945 stand auf dem Areal mit dem Palais Hoym eines der prachtvollsten barocken Häuser der Stadt.
Von 1977 bis zum Abriss 2005 befand sich hier der Erweiterungsbau des Präsidiums. Die Verbindung von einer gemischten Bebauung – Wohnen, Dienstleistung, Gewerbe – und der Rekonstruktion des eleganten Palais als Leitbau macht den besonderen Reiz des Quartiers aus. Vor allem die großzügigen Höfe des ehemaligen Adelspalais lassen sich vielfältig und interessant nutzen.

Grundstücksbeschreibung
Die zu veräußernden Flurstücke liegen im Quartier III des Areals des historischen Neumarktes in unmittelbarer Nähe der weltbekannten Frauenkirche. Als Leitbau soll das Hoymsche Palais als eines der letzten wieder zu errichtenden Palais entstehen. Das Palais entsprach seinen Grundrissen nach eher einem Bürgerhaus mit zwei Obergeschossen und einem Mansardengeschoss, einer 13-Achsen-Front mit dreifenstrigem Mittelrisalit. Über den drei reich geschnitzten Mittelportalen ragte vor den Fenstern des Mittelrisalits im ersten Stockwerk ein Balkon vor. Ziel ist eine Annäherung an die historischen Gegebenheiten, wobei im Einzelnen der Architekt zu neuen Lösungen schreiten kann, ohne dass das Gesamtbild leidet. Abstimmungen mit der Denkmalbehörde sind erforderlich, wobei Spielräume bei der Innengestaltung möglich sind. Das Hoymsche Palais erlangt durch die geplante Verlegung des Einganges des Stadtmuseums in die Landhausstraße zunehmend an Bedeutung. Für die übrigen Flächen ist eine kleinteilige Bebauung vorgesehen. Das Stadtplanungsamt strebt eine Vielfalt an Nutzungsarten an, großflächige Nutzungen sind nicht geplant.

 


Ansicht vom heute als Quartier III-2 bezeichneten Areal mit Blick in die Rampische Gasse. Aufnahme: 1930, Vergrößerung