Quartier VI
 
 


Städtische Planung:

2 Leitbauten mit Grundriss (gekennzeichnet mit einem umkreisten R). Es sind dies: das Regimentshaus am Jüdenhof (Hausnummer: Neumarkt 15) und Dinglinger Haus (Frauenstraße 9)

5 Rekonstruktion der Fassade ohne Grundrisswiederherstellung. Gekennzeichnet mit R (ohne Kreis, rot) = Rekonstruktion der Fassade mit neuen Grundrissen entsprechend dem Entwurf der Gestaltungssatzung 1995 bzw. mit Ra (ohne Kreis, blau) = Rekonstruktion der Fassade mit neuer Grundrissergänzung entsprechend Stadtratsbeschluss von 13.07.2000 (blau)


Kein Gewandhaus !

Die GHND setzt sich vehement gegen die Bebauung der ehemaligen Gewandhausfläche ein.
Hintergründe zur Gewandhausproblematik. Im April 2008 beschloß der Dresdner Stadtrat, die Fläche für mindestens 10 Jahre nicht zu bebauen.


Neues vom Quartier VI

Arturo Prisco: Endlich eine Entscheidung zum Gewandhaus
Nach dem Ratsbeschluss beraten die Investoren in der nächsten Woche über das Neumarktprojekt. SZ vom 05.06.2010
Gewandhaus-Areal bleibt Freifläche, DNN vom 04.06.2010 - beide Artikel

Rede von Christoph Hille im Stadtrat am 03.06. zur Gewandhausbebauung
www.buergerfraktion-dresden.de/aktuelles/bebauung-gewandhausareal.html

Gewandhausgrundstück bleibt unbebaut
Der Stadtrat entscheidet sich gegen die Bebauung der zentralen Fläche auf dem Neumarkt. SZ vom 04.06.2010


Stadtratssitzung am Donnerstag: Neumarkt und Kunstkraftwerk auf dem Prüfstand
Der Platz des ehemaligen Gewandhauses bleibt unbebaut, Ausschreibungen für Kunstkraftwerk sind beschlossen. Dresden Fernsehen vom 04.06.2010

Neumarkt-Streit: Stadtrat entscheidet über Ex-Gewandhausareal, DNN vom 03.06.2010

Streit um Gewandhaus-Areal am Neumarkt geht heute im Stadtrat weiter
Im Bauausschuss fielen gestern alle Anträge durch. Der Ausgang ist völlig offen. SZ vom 03.06.2010

Was wird aus dem Neumarkt?
www.mdr.de/sachsen/dresden

Am 03.Juni 2010 wird der Dresdner Stadtrat in seiner 14. Sitzung über einen interfraktionellen Antrag zur Neumarkt-Bebauung Quartier VI beschließen. Nähere Infos auf: http://ratsinfo.dresden.de - darinnen der Text zum Beschlussvorschlag und Begründung als pdf

Die Frauenkirche braucht eine ruhige Platzfront -
Von Prof. Dr. Hans Joachim Neidhardt
Der Neumarkt erhält ohne Baulücke bessere Proportion - Von Bürgermeister für Stadtentwicklung a.D. Herbert Feßenmayr
Hier schreiben Leser zum Neumarkt - Zu „Auf ein Wort: Endlich können die Dresdner mitreden“
SZ vom 01.06.2010


SPD-Fraktion im Stadtrat Dresden
30. Mai 2010 - Pressemitteilung Neumarkt: Grundsatzentscheidung über Gewandhausfläche nicht voreilig treffen ww.spd-fraktion-dresden.de

Imaginäres "Friedesmuseum " als trojanisches Pferd für modernen Solitär -
Stellungnahme von Prof. Neidhardt auf die Ausführungen von Prof. Glaser - 20.05.2010 (pdf)

Streit um Gewandhausareal schwelt weiter

SZ vom 20.05.2010: Trotz einer Marathon-Sitzung von rund vier Stunden hat der Stadtentwicklungsausschuss gestern Abend die Bebauung des Gewandhausareals am Neumarkt nicht mehr debattiert. Damit bleibt der Grundsatzstreit nach einer Bebauung der zentralen Fläche ungeklärt. Die städtische Gestaltungskommission hatte zuvor den Bau von Bürgerhäusern empfohlen. CDU und FDP hatten die Pläne in den vergangenen Wochen kritisiert. Sie wollen die Gewandhausfläche frei halten und nur kleine Pavillons errichten.

Neues Friedensmuseum statt Gewandhaus am Neumarkt ?

Von Gerhard Glaser
Über kaum einen Dresdner Platz wird so heftig und leidenschaftlich debattiert wie über den Neumarkt. Sollen die Gebäude rund um die wiedererrichtete Frauenkirche historisch anmuten? Braucht es Mischformen oder konsequent moderne Akzente?
Der früherer Landeskonservator Professor Gerhard Glaser setzt sich mit der Situation auseinander. In einem Beitrag für die Sächsische Zeitung warnt er vor panischer Angst vor neuer Architektur. Städtebau dürfe sich nicht zur "Aneinanderreihung einstiger Bilder" verstehen. Es müsse um die "Gestaltung öffentlicher Räume" gehen, fordert Glaser. In Kürze wird der Stadtrat darüber entscheiden, ob das Gewandhausareal nicht doch wieder bebaut wird. Nobelpreisträger Günter Blobel hatte unlängst die Idee eines Friedensmuseums in den Gewölben unter dem Grundstück angeregt. Glaser hält die Idee für sinnvoll. Aber: Ein solches Museum benötige mehr als einen Keller - nämlich mindestens einen dreigeschossigen Bau. SZ vom 10.05.2010

Gewandhausfläche sollte schrittweise bebaut werden, SZ vom 24.04.2010



Neue Pläne um Neubauten am Neumarkt
, SZ vom 22.04.2010 - Kommentar: Neuer Streit hilft niemandem (von Bettina Klemm ) Das Bild zeigt den Komplex wie er bis 1945 aussah. Foto: GHND / Hummel


Lange Debatte um Neumarkt-Bebauung
Das Gewandhausareal und das Friedensmuseum beschäftigten die Stadträte bis in die Nacht.
SZ vom 04.03.2010


Helma Orosz unterstützt Idee für Friedensmuseum sowie
Friedensmuseum ist hervorragende Idee. Von Peter Ufer. beides SZ vom 17.02.2010

Quo vadis Dresden? Vergessen oder Erinnern
Zum gleichen Thema ein Kommentar von Torsten Kulke, 2. Vorsitzender Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V.

Blobel baut Friedensmuseum für Dresden. Von Peter Ufer. SZ vom 16.02.2010

Aus fürs Gewandhaus am Neumarkt
Die Blockade am Neumarkt soll aufgehoben werden. Die CDU schlägt vor, aufs Gewandhaus zu verzichten und die anderen Gebäude historisch zu errichten. SZ vom 20.11.09


Die CDU wil die Fassade mit der von Gottfried Semper entworfenen Ladenzeile
am Neumarkt fördern. Visualisierung: arte4D/Andreas Hummel, GHND

Große Mehrheit für CDU-Vorschlag zum Gewandhaus
, SZ vom 21.11.09

Investoren-Krach am Neumarkt
Bauherr Arturo Prisco wirft dem Rathaus Bummelei vor. Der Baubürgermeister soll endlich das Quartier VI verkaufen. BILD vom 18.03.09 (pdf)

29. Dezember 2008
Jörn Marx (Bürgermeister für Stadtentwicklung Dresdens): "Das Gewandhaus-Quartier ist zurückgestellt, da wird jetzt ein Bebauungsplan erstellt, um zu wissen, was gebaut werden kann."

Ausschuss stoppt Verkauf des Neumarkt-Quartiers VI
SZ vom 24.06.08: Der Finanzausschuss hat gestern den Beschluss zum Verkauf eines 2300-Quadratmeter-Grundstücks am Neumarkt vertagt. Durch einen überstürzten Verkauf an eine Gesellschaft der Wessels-Gruppe drohe die Stadt ihren Einfluss auf die Gestaltung des Komplexes einzubüßen, kritisierten mehrere Räte. Die Investoren planen einen Bau mit 15 Ladeneinheiten, zwei Restaurants und 40 Wohnungen. (are)

Stadt verkauft heute Neumarkt-Fläche für rund sieben Millionen
Das Quartier VI ohne Gewandhausfläche soll an eine Gesellschaft der Wessels-Gruppe für 7,7 Millionen Euro, das sind 3350 Euro pro Quadratmeter, veräußert werden. Davon abgezogen werden allerdings 1,3 Millionen Euro, die der Investor bereits für einen Wettbewerb und archäologische Grabungen auf dem Gewandhausgrundstück ausgegeben hat.
Heute soll der Finanzausschuss das letzte Wort zu dem Verkauf haben. Der Käufer, der bereits schon das Quartier an der Frauenkirche errichtet hat, plant Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro. So sollen auf dem Grundstück mehrere Leitbauten mit insgesamt 15 Ladeneinheiten, zwei Restaurants und 40 Wohnungen entstehen, heißt es in der Vorlage an den Stadtrat.
Damit die Stadt ihre Vorgaben durchsetzen kann, will sie einen Bebauungsplan mit Gestaltungssatzung aufstellen. (SZ vom 23. Juni 2008 / kle)

Mit Bäumen den Neumarkt gestalten
Der Ortsbeirat Altstadt befürwortet Kunst und Grün für das Areal des Gewandhauses. SZ vom 20.05.08

Luftbild.jpg
Luftbilddarstellung von Nordosten / Zu weiteren Visualisierungen von Andreas Hummel.

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt e.V. hatte die Gestaltung einer "Gewandhausterrasse" (siehe Bild) vorgeschlagen.

Aus dem Dresdner Amtsblatt Nr. 17 vom 24.04.2008: Dresden-Altstadt I, „Neumarkt, Quartier VI –Jüdenhof/Frauenstraße/Neumarkt“ hier: Änderung der Ziele des Bebauungsplanes

1. Der Stadtrat beschließt, auf dem Grundstück des ehemaligen Gewandhauses nicht unter zehn Jahren Hochbauten zu errichten.
2. Die Oberflächengestaltung des Grundstückes soll für die Dauer dieses Bebauungsmoratoriums auf Grundlage der Gestaltungsvorschläge der Gesellschaft Historischer Neumarkt e. V. erfolgen.
3. In diesem Zusammenhang ist die Wiederherstellbarkeit der historischen Fassade des dahinter liegenden Gebäudes Neumarkt 14 gegenüber der Frauenkirche einschließlich der Wiedererrichtung des ursprünglich vorhandenen Elimeyerschen Ladeneinbaues nach den Entwürfen Gottfried Sempers, so wie er bis 1945 bestanden hat, zu prüfen. (Quelle: Amtsblatt) pdf - S. 11 und S.14 (Bebauungsplan 327 - Quartier III)

Kein Gewandhaus am Neumarkt
SZ vom 11.04.08: Das Gewandhausgrundstück am Dresdner Neumarkt soll in den nächsten zehn Jahren unbebaut bleiben. Die Fläche wird mit Bäumen, Bänken und historischer Stadtmauer gestaltet. Darauf einigten sich gestern Abend die Stadträte. Damit wird der Entwurf der Stuttgarter Architekten Cheret und Bozic nicht gebaut. Die Architekten hatten eine Ausschreibung der Stadt gewonnen. Ihre modernen Pläne stießen bei vielen Dresdnern auf heftige Kritik.

Gewandhaus: Bauen oder nicht. Von Dr. Rainer Kempe - Dresdner Blättl

Kein Gewandhaus am Neumarkt - Dresden Fernsehen berichtet am 11.04.08

Kommentar der CDU "Ende des Gewandhauses?"

sowie ein Kommentar der Dresdner Bürgerfraktion
"So beschloss der Stadtrat auf Antrag von CDU und FDP, dass die Bebauung nur für zehn Jahre nicht erfolgen soll, das Grundstück aber dennoch an den Investor verkauft werden solle."



Das ehemals als Leitbau ausgewiesene Regimenthaus

soll vom Grundriss nun doch nicht im dreihöfigen Vorkriegszustand wiederaufgebaut werden, sondern - wie der Grundriss aus dem Architekturbüro Döring in der Abbildung darunter zeigt - mit nur einem Hof.
Quelle der Abbildung rechts: Grundriss-Zeichnung Regimenthaus von Cornelius Gurlitt für das Dresdner Kunstdenkmäler-Verzeichnis von 1903, Landesamt für Denkmalpflege / Vergrößerung


Regimenthaus (Ausschnitt), Neumarkt 15
Aufn. vor 1945

 

Quartier VI: geplante Grundrisse, Schnitte und Ansichten - enthalten in den Ausschreibungsunterlagen zum Gewandhaus-Wettbewerb. Sie dienten als Grundlage zu den Kunsthallenentwürfen auf dem alten Gewandhausgrundstück (speziell: zur Konzeption einer Anbindung an die Bereiche im Quartier VI). (alle als PDF-dateien) / Weitere Grundrisse: UG, OG, Regelgeschoss, Dachaufsicht
Hier im Bild: Grundriss der Erdgeschossebene. (Quelle: Architekturbüro Kai von Döring)


Geschichte wird zwischen Mauern lebendig
Auf dem Grundstück des Alten Gewandhauses legen Archäologen Mauerreste frei. 2007 soll Baubeginn für den Neubau sein. SZ vom 09.09.06

Blobel geht auf Nummer sicher
Mit einem Grundstückskauf sichert sich der Nobelpreisträger die Mitsprache beim Bau des Gewandhauses. SZ vom 29.07.06

Neue Visualisierungen von Andreas Hummel zu den Grundstücken
Neumarkt 13 und 14 (hier Zustand des "Au petit Bazar" 1851 - 1945)

Kaufhaus "Au petit Bazar" von H.H. Bothen 1851 aus: Marius Winzeler, Heinrich Hermann Bothen. Architekt in Dresden und Zürich 1814 bis 1878, Zürich 1995



Presseerklärung der GHND zum Architekturwettbewerb "Neubau Gewandhaus"

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt spricht sich für die Rekonstruktion des Eckgeschäfts von Moritz Elimeyer, dem königlich sächsischen Hofjuwelier und "Jeweller, Goldsmith & Silversmith to Her Majesty the Queen of England", am Neumarkt 14 / Ecke Jüdenhof aus. Die Pläne für diesen Bau stammten von Gottfried Semper. Semper wurde in Dresden nach langjährigen Aufenthalten in Paris, Italien und Griechenland 1834 zum Professor und Vorstand der Bauschule an der Kunstakademie berufen und schuf mit dem Dresdner Opernhaus ab 1838 sein erstes bahnbrechendes Werk.
Der Einbau der Ladenfront erfolgte um 1840, einige Zeit nach Abbruch des alten Gewandhauses. Das mächtige Gebäude mit einer achtzehnachsigen Front zum Neumarkt und fünf Achsen zum Jüdenhof, diente Semper dazu eine durch und durch architektonische Variante mit einem Pfeiler-Architravsystem für seinerzeit mehr als 10 Geschäfte zu präsentieren. Text der gesamten Presseerklärung mit drei Visualisierungen von Andreas Hummel (Abbildung: Ausschnitt einer Ansicht vom Jüdenhof aus gesehen)

Galerie im Gewandhaus

Pläne. Die Stadt stellte die Weichen für den Bau von zwei neuen Gebäudekomplexen im Frauenkirchen-Areal. SZ vom 18.05.06 / siehe auch Beitrag aus Dresden Fernsehen

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen der Stadt Dresden hat am 14. Mai 06 einen
Ergänzungs- und Änderungsantrag
zur Vorlage "Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 658 Dresden - Altstadt I, "Neumarkt, Quartier 6 - Jüdenhof/Frauenstraße/Neumarkt" gestellt. Er betrifft die Qualitätssicherung und breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger als Bedingungen für eine Bebauung auf dem Gebiet des ehemaligen Gewandhauses auf dem Neumarkt. Dieser Antrag wurde mit dem Aufstellungsbeschluß für den B-Plan fürs Quartier IV bereits beschlossen und wird nicht noch einmal durch den Stadtrat bestätigt. Grund dafür ist, daß der Stadtentwicklungausschuß in allen Fragen von Bebauungsplänen bis auf den abschließenden Satzungsbeschluß anstelle des Stadtrates beschließend tätig ist . Dokument (pdf)

Arbeitsgespräch der GHND mit der CDU (März 2006)
Ein Bericht von CDU- Stadtrat Klaus-Dieter Rentsch )Sprecher für Stadtentwicklung):
" Die CDU-Stadtratsfraktion hat die Gesellschaft Historischer Neumarkt e.V. zu einem Arbeitsgespräch in die Fraktionsräume eingeladen. (...) Alle Redner fanden anerkennende Worte über den nun abgeschlossenen Wiederaufbau unserer Frauenkirche und die ersten positiven Bauentwicklungen am Dresdner Neumarkt. Die Bebauung der Quartiere QF, V.V.K und am Hotel de Saxe fand an diesem Abend von allen Seiten Zustimmung.
Frau Lucas, 1. Vorsitzende des Neumarktvereins, bekannte sich in ihrem Redebeitrag zu einer harmonischen Verbindung von rekonstruierter historischer und zeitgenössischer Architektur. Das Aufbauprogramm „Dresdner Neumarkt“ hat sich zu einem deutschlandweiten Musterbeispiel für einen Altstadtwiederaufbau entwickelt.
Wichtigster Gegenstand der sehr sachlichen, teilweise aber auch von emotionalen Beiträgen geprägten Diskussion an diesem Abend war die Wiederbebauung des alten Gewandhaus-Areals.
Der ganze Bericht - siehte unter www.dresden-cdu.de


01.November 2005

SZ: "Die Investoren Kondor Wessels, Arturo Prisco und Kai von Doering erhielten den Zuschlag für die Bebauung eines weiteren Grundstücks (Quartier sechs) auf dem Neumarkt." In der Grafik oben ist das Quartier VI zwischen Kulturpalast, Jüdenhof, Neumarkt und Frauenstraße dargestellt. Bildquelle (Ausschnitt): www.dresden.de (pdf). In der städtischen Planung ist die Fläche des ehemaligen, mittelalterlichen Gewandhauses (1791 ersatzlos abgerissen!) nach wie vor zum Verkauf ausgeschrieben. Die rot markierten Flächen kennzeichnen "Leitbau und Fassadenrekonstruktionen entsprechend Gestaltungssatzung 1995", blau: "Leitbau und Fassadenrekonstrukion Ergänzung entsprechend Stadtratsbeschluß vom Juli 2000".

02.11.05: Die SZ berichtet: "Während OB Roßberg Investor Prisco längst als Favorit handelt, muss der Stadtrat erst noch entscheiden. Ingolf Roßberg hat offensichtlich längst entschieden. Investor Arturo Prisco und seine Partner sind heiße Favoriten für die Fläche neben dem Kulturpalast, einschließlich des früheren Gewandhauses. „Wir wollen gern ein weiteres Quartier bebauen und rund 60 Millionen Euro investieren“, sagt der Italiener. Doch noch ist nichts entschieden, denn nun muss Prisco bis zum 21. November ein Finanzkonzept und eine überarbeitete Bauplanung vorlegen. Danach entscheidet der Stadtrat, ob der potenzielle Bauherr den Zuschlag erhält."

2006

Presseerklärung der GHND zum Architekturwettbewerb „Neubau Gewandhaus“
Die GHNDt spricht sich für die Rekonstruktion des Eckgeschäfts von Moritz Elimeyer, dem königlich sächsischen Hofjuwelier und "Jeweller, Goldsmith & Silversmith to Her Majesty the Queen of England", am Neumarkt 14 / Ecke Jüdenhof aus. Die Pläne für diesen Bau stammten von Gottfried Semper. Der gesamte Text


Visualisierung der Ladenfront von Gottfried Semper zum Jüdenhof zu (Zeichnung: Andreas Hummel, Ausschnitt)


Die drei Leitbau
und Fassaden-rekonstruktionen

für den Jüdenhof (Südseite) mit dem Regimentshaus (Mitte). Aufnahme: 1930er Jahre von der Treppe des Johanneums

 

Chabonisches Haus (Frauenstraße 7)
Das 1745 errichtete Geschäftshaus war mit seinen gleichzeitig malerischen (bürgerlichen) und eleganten (höfischen) Elementen einer der schönsten Bauten von S.Locke. Die Vornehmheit war auch in der Grundrissgestaltung zu erkennen. Die neben dem mittigen Erker befindlichen Achsen mit aufgemalten Spiegeln waren von hervorgehobenen Achsen mit Verdachungen und feiner Rokokostuckantragsarbeit flankiert. Der Erker erhielt eine Sandsteinbrüstung, im Gegensatz zu dem abgebildeten Entwurf, auf dem auch noch die barocken Schornsteinköpfe dargestellt sind. In der unteren Mansarde wurde die Mittenbetonung mit einer stark profilierten Gaupe fortgesetzt.

Planungsänderung (Mai 2007)
Nach den jüngsten Plänen der Investoren (Kondor Wessels, Prisco, von Döring) mit dem Dresdner Stadtplanungsamt soll das Chabonische Haus (Frauenstraße 7) auch nicht als Fassadenrekonstruktion wiedererrichtet werden, wie ursprünglich geplant.
Das neue Eckgebäude Frauenstraße 7 wird eine komplett neue Fassade zur Galeriestraße erhalten müssen, wo vor 1945 eine Brandwand war und jetzt eine Fassade in zeitgenössischer Formensprache hinkommen wird. Der Grund: der Kulturpalast steht auf einer Ecke des Hauses "Schiffsmühle" (Galeriestraße 14), welches vor 1945 den alten Abschluss der Straße gebildet hatte. Nun wird das Haus Frauenstraße 7 zum neuen Eckgebäude.

 
Zwei Grundrisse vom Chabonischen Haus im 18. Jahrhundert. Die sehr geräumigen Wohnungen gruppierten sich um einen zentralen Innenhof (links: EG, rechts: OG) - Quelle: Deutsche Fotothek   Geplanter neuer Grundriss eines Regel-geschosses vom Haus Frauenstraße 7 (Quelle: Büro von Döring). Es sollen zwei 4-Zimmer-Wohnungen entstehen. Eine davon wird zum neuen dachbegrünten Innenhof mit einer Terrasse zeigen.


Dinglinger Haus, Frauenstraße 9
In den um 1700 errichteten Wohnhaus des Hofgoldschmiedes Melchior Dinglinger besuchte ihn Zar Peter der Große. Das Dach, als Altan (Dachterrasse) mit Wasserspielen, Observatorium und Windmessanlage ausgebildet, wurde bereits 1726 durch ein Mansarddach ersetzt. Der mittige, schlichte Erker, mit Lisenen und Balustrade am Austritt ausgestattet, zeigte sich in den Brüstungszonen Reliefs mit Putten bzw. verschlungenem Namenszug. Glanzpunkt des Treppenhauses war das formschöne schmiedeeiserne Geländer. Der nach 1718 an der Schmalseite des Hofes errichtete Brunnen war dessen Blickfang, in der Sichtachse gegenüber dem Eingang gelegen (heute am Gewandhaus). Der Hof stellt eine offene Arkade dar, mit ihren Pilastern, z.T. mit toskanischen und ionischen Kapitellen und dem schmiedeeisernen Geländer die schönste und aufwendigste in der Stadt. Der grottenartige geheinisvolle phantastische Charakter des Brunnens und die lichte offene Arkadenarchitektur des Hofes entsprechen italienischen Palasthöfen in Miniatur.

Ein zweites Dinglinger Haus stand am Jüdenhof (Quartier VII). Matthias Daniel Pöppelmann baute es 1708 - 16 für den Goldschmied Christoph George Dinglinger, der an einigen berühmten Werken seines älteren Bruders Johann Melchior Dinglinger (1664 in Biberach - 1731 in Dresden) mitarbeitete.
siehe auch: www.familienverband-dinglinger.de

MDR Figaro brachte im September 2004 einen Beitrag über Hofjuwelier Dinglinger
Der Schwabe schuf in seiner Werkstatt zukunftsweisende und höchst aufwendige Kabinettstücke.
Am Schluss heißt es: "Sein berühmtes Haus wurde im Siebenjährigen Krieg von preußischen Geschützen in Brand geschossen und 1945 endgültig zerstört. Nur ein originaler Brunnen konnte gerettet werden." Mit dem Neubau des Quartiers VI scheint auch ein Wiederaufbau des als Leitbau ausgewiesenen Dinglingerhauses in der Frauenstraße 9 wahrscheinlich.

 


(In der Mitte des Fotos)

 


Antoine Pesne. Portrait des Johann Melchior Dinglinger. ca. 1721. Eremitage, St. Petersburg, (Ausschnitt)

 


Hugo Hartung (1855- 1932):
Dinglingerhaus - Frauenstraße 9
Fassade, Hofarkaden

 


Dinglingerhaus - Frauenstraße 9 - Grundrisse
EG und OG (von Hugo Hartung gezeichnet)

 

 
Geborgene Einzelteile vom Dinglingerbrunnen, Frauenstraße 9 (Aufn. nach 1945)
Bildquelle: SLUB Dresden

Der zusammengefügte und ergänzte Dinglinger-brunnen wurde 1966 am wiederaufgebauten Gewandhaus in der Kreuzstraße an dessen Rückseite angebracht. Der Brunnen stammte aus dem Haus Frauengasse 9 nach 1718. Bildquelle: SLUB Dresden

Im Mai 2008 wurde der Dinglingerbrunnen saniert und sprudelt nun wieder Wasser. Allerdings scheint mit dieser Sanierung eine Rückversetzung an den angestammten Platz in der Frauenstraße eher unwahrscheinlich.


Zustand Dez. 2005 (hier ein Ausschnitt)

 

Die Bergung des Dinglingerbrunnens

Werner Hempel fügte 1966 aus Bruchstücken den Brunnen wieder zusammen. Seitdem steht er am Gewandhaus. SZ vom 09.06.08



Das Quartier VI - blau marktiert in einer Nachkriegsfotografie aus den 50er Jahren. Rot
ist die Fläche gekennzeichnet, die das Ende des 18. Jahrhunderts abgerissene Gewand-
haus einnahm.

 


Das Quartier VI in einer Luftaufnahme aus dem Jahre 1944

 

Siehe auch: Grundstück altes Gewandhaus Neumarkt Dresden
Nutzungsstudie 2005 vom Dresdner Büro
Hänel Furkert Architekten

Informationen und Visualisierungen (siehe Bild links) : www.haenelfurkert.de

 

 


Jüdenhof Dezember 2003
Jüdenhof im Dezember 2003 / Vergrößerung

Zur Geschichte des Jüdenhofes
Der Jüdenhof vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Spuren jüdischer Geschichte Dresdens.
Wo stand z.B. die mittelalterliche Synagoge?