Auch Bürger gefragt: Integriertes Stadtentwicklungskonzept wird aktualisiert

 

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) ist nach den Worten des Dresdner Baubürgermeisters Stephan Kühn (Grüne) „das wohl am meisten unterschätzte Konzept der Verwaltung“ und stellt zugleich „die zentrale strategische Konzeption für alle städtischen Planungen, die Klammer, die über allem steht“ dar. Das 2016 beschlossene Konzept wird nun einer Generalüberholung unter dem Titel „Insek 2035+“ unterzogen, da sich seit der letzten Fassung zahlreiche Rahmenbedingungen verändert haben. Dazu zählen unter anderem die geplante Ausrichtung der Bundesgartenschau 2033, die Ansiedlung des Chipkonzerns TSMC, ein deutlicher Geburtenrückgang sowie eine Haushaltskrise. Kühn betont, dass unter den neuen Vorzeichen „weniger Geld als bisher zur Verfügung“ stehe und man sich „auf Schwerpunkte konzentrieren“ müsse.

Als Grundlage für die Überarbeitung startet nächste Woche eine breit angelegte Bürgerbeteiligung. Vom 12. Januar bis 6. Februar 2025 können Dresdner Bürger im Stadtforum am Ferdinandplatz (an jedem Wochentag von 14 bis 17 Uhr) sowie online ihre Ideen einbringen. In thematischen Wochen werden die vier Metaziele des künftigen Insek diskutiert: „Kulturstadt in Europa“ (12.-16. Januar), „Stadt mit Leistungskraft“ (19.-23. Januar), „Ressourcenschonende und klimaresiliente Stadt“ (26.-30. Januar) und „Lebenswerte Stadt“ (2.-6. Februar). Die Verwaltung erhofft sich von den Bürgern Hinweise, „welche Projekte von der Metaebene abgeleitet werden können“.

Das überarbeitete Konzept, das auch Voraussetzung für die Beantragung von Städtebau-Fördermitteln ist, soll bis Ende 2027 dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden. Alle Informationen und Termine sind unter www.dresden.de/insek zusammengefasst. Die Ergebnisse der Beteiligung werden dokumentiert und veröffentlicht.

Presse: https://www.dnn.de/lokales/dresden/integriertes-stadtentwicklungskonzept-wozu-braucht-dresden-das-36PZAFIUNNHZ5GMAA46OEX7PNM.html