Wie die Dresdner Neuesten Nachrichten berichten, ist erneut ein Anstieg des Gewerbeleerstands in der Dresdner Innenstadt zu verzeichnen, dieser lässt sich allerdings nicht eindeutig erklären. Als mögliche Ursachen gelten der Onlinehandel, etwa Amazon und Temu, sowie die Folgen der Corona-Lockdowns und -Einschränkungen. Die Stadt erfasst jedoch weder die Gründe für den Leerstand einzelner Flächen noch, wie lange diese ungenutzt bleiben. Im September 2026 standen innerhalb des 26er-Rings 151 Gewerbeeinheiten leer. Seit 2021 ist die Zahl der Einzelhandelsbetriebe von 651 auf 572 gesunken, während die Dienstleistungsbetriebe von 628 auf 683 zunahmen. Zur Belebung der Innenstadt wurden seit 2022 insgesamt 2,4 Millionen Euro investiert, davon 1,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Die Mittel unterstützten unter anderem zeitweise Nutzungen leerer Räume, Veranstaltungen und die „lebendige Seestraße“. Die Verwaltung schreibt: „Die ZIZ-Förderung hat es den Vereinen ermöglicht, Projekte umzusetzen und regelmäßige Formate (z. B. Veranstaltungen, Kampagnen, Beteiligungsangebote) zu etablieren und damit die Innenstadt zu beleben“. Der Haushaltsentwurf des Oberbürgermeisters sieht für die kommenden zwei Jahre dennoch keine Zuschüsse für das Citymanagement vor.
