Carbonbeton: Startschuss in Dresden für Leipziger „C-Factory“

 

In Dresden steht mit dem „Cube“ das weltweit erste Carbonbeton-Gebäude. Wie die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, wurde von dort aus der Start des Leipziger Projekts „C-Factory“ feierlich begangen, das bis Ende 2029 die industrielle Serienfertigung von Carbonbetonbauteilen etablieren soll. Die C-Factory will ressourcenschonendere Bauteile herstellen, die zugleich als langfristige CO₂-Speicher dienen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit rund 14 Millionen Euro. Carbonbeton ersetzt Stahlstäbe durch Carbonfasern, die nicht rosten, sodass Betonschichten deutlich dünner werden und Materialverbrauch um bis zu 80 Prozent sinken kann. „Dass sich Gebäude künftig als CO₂-Senke nutzen lassen, ist mit Blick auf die industrielle Transformation und den Klimaschutz revolutionär“, so Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter. Die C-Factory integriert CO₂‑Mineralisierung, nutzt Hohlräume für CO₂-speichernde Materialien und baut in Leipzig eine vollautomatisierte Pilotfertigung als Referenz für andere Standorte. „Uns alle motiviert das Ziel, mit der C-Factory die Emissionen im Bauwesen deutlich zu senken“, sagte Kahnt. „Wir bringen eine Technologie, die bisher vor allem in Forschung und Pilotprojekten existiert hat, in die industrielle Realität.“ Partner sind Industrie- und Forschungseinrichtungen aus Sachsen. Ob die Technologie im industriellen Maßstab funktioniert, wird sich somit in den kommenden Jahren zeigen.