Das denkmalgeschützte Funktionsgebäude der Semperoper ist nach über vierzig Jahren Dauerbetrieb deutlich verschlissen und benötigt eine umfassende Sanierung. Da der Spielbetrieb während der Arbeiten aufrechterhalten werden soll, ist geplant, in unmittelbarer Nähe zur Oper ein provisorisches, neu zu errichtendes Haus zu bauen, das nach Abschluss der Sanierung zum Ballettzentrum umgebaut werden soll. Als Standort ist der angrenzende Zwingerpark vorgesehen, woraufhin erhebliche Bedenken laut wurden, weil alte Bäume gefällt und ein Weg verlegt werden müssten. Kritik kam aus dem Stadtrat sowie von Landtagsabgeordneten und Denkmalpflegern. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, wurden in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Stadtplanungsamt Abmessungen von 26 mal 26 Metern Grundfläche und 18,60 Metern Höhe festgelegt. Derzeit läuft ein Architektenwettbewerb, die Entscheidung ist für September vorgesehen, dann sollen auch Visualisierungen vorgelegt werden, so ein Sprecher des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements. Zum Baubeginn, den Kosten und dem Fertigstellungstermin könne man erst nach abgeschlossener Planung und Genehmigung Aussagen treffen, heißt es weiter. Semperoper-Intendantin Nora Schmid schreibt, der Neubau werde „so gedacht sein, dass er im Einklang mit seiner Umgebung steht: mit Materialien, die Bestand haben, mit Lösungen, die Energie klug nutzen, und mit einer Bauweise, die Verantwortung für kommende Generationen übernimmt“. Sie ergänzt, die Umgebung werde „nicht nur so weit wie möglich bewahrt, sondern achtsam weiterentwickelt und als lebendiger Raum gestaltet, der Natur und Kultur miteinander verbindet“.
