Wie die Dresdner Neuesten Nachrichten berichten, kehren nach vierjähriger Abwesenheit wieder Orangenbäumchen in den Dresdner Zwinger zurück. Während der Sanierung des Zwingerhofs von 2021 bis 2025 standen die Pomeranzen im Barockgarten Großsedlitz. Von den insgesamt 76 italienischen Bitterorangen erhielten am Dienstag 23 neue Kübel, weil die alten nach fünf Jahren durch einen holzzersetzenden Pilz teilweise morsch geworden waren, erklären die zuständigen Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen. Diese 23 verbleiben aus Stressgründen diesen Sommer noch in Großsedlitz. Die übrigen 52 Pflanzen ziehen ab 1. Juni in den Zwinger um. Vor dem Transport schneiden spezialisierte Gärtner, sogenannte Orangeure, die Bäume und ernten sie ab. Der einwöchige Umzug ist logistisch aufwendig, weil vier Gärtner die bis zu 120 Kilogramm schweren Kübel mit Pflanzen von bis zu 3,5 Metern Höhe heben müssen. Historisch standen im Zwinger zu Zeiten Augusts des Starken einst 1700 Orangenbäumchen. Seit 2017 erinnern 76 symmetrisch angeordnete Exemplare an diese Tradition. Zur Finanzierung der Pflege läuft seit 2017 ein Patenprojekt des Freundeskreises Schlösserland Sachsen. Patenschaften dauern fünf Jahre und basieren auf einer jährlichen Spende von 550 Euro. Aktuell suchen 20 Pomeranzen einen neuen Unterstützer, Informationen finden sich auf www.freundeskreis-schlösserland.de.
