Carolabrücke: So kann sich die Bürgerschaft beteiligen

 

Die Sächsische Zeitung fasst die geplanten Abläufe für den Bau der neuen Carolabrücke zusammen. Demnach müssen die vier beauftragten Büros ihre Entwürfe bis zum 26. Mai, 9 Uhr, abgeben: die Arbeitsgemeinschaft FHECOR Deutschland und Planungsgesellschaft TSSB, das Ingenieurbüro GRASSL, von Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI sowie der Schüßler‑Plan Ingenieurgesellschaft. Am selben Tag stellt das Begleitgremium ab 10 Uhr die Entwürfe vor und prüft, ob Vorgaben wie der Kostenrahmen von 140 Millionen Euro und die Umsetzbarkeit als Ersatzneubau eingehalten sind, danach informiert die Stadt am späten Nachmittag die Öffentlichkeit. Folgende Fachexperten um Prof. Steffen Marx bewerten die Beiträge am 5. Juni: Gero Marzahn vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Johann Kollegger (Professor für Betonbau an der TU Wien), Thorsten Helbig (Professor für Tragwerkslehre und Baustoffkunde in Darmstadt), Wolfgang Lorch, (Architektur-Professor Darmstadt und Mitglied der Gestaltungskommission), Thomas Will, Professor für Denkmalpflege an der TU Dresden), der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur Reiner Nagel, Wolfgang Sonne, Architekt (Stadtbaukunst-Professor TU Dortmund), die Präsidentin der Deutschen Akademie Städtebau und Landschaftsplanung Monika Thomas sowie Jan L. Vitek (Professor für Mathematik und Physik in Prag und Gastprofessor für konstruktiven Ingenieurbau und Bauinformatik an der Humboldt-Universität). Ihre Beurteilung wird dem Bauausschuss am 10. Juni erklärt. Die Bewertung erfolgt nach einem Ampelsystem: grün, gelb oder rot.

Ab 13. Juni beginnt im Stadtforum die öffentliche Vorstellung mit einer Auftaktveranstaltung, die Ausstellung läuft vom 15. Juni bis 17. Juli. Am 17. Juni ist ein Bürgerdialog vorgesehen, außerdem gibt es betreute Zeiten und „Brückencafés“ am 24. Juni, 1. und 8. Juli jeweils 16–18 Uhr. Die Stadt startet vom 13. Juni bis 17. Juli die digitale Umfrage „carolaVote“, mit der Interessierte die vier Entwürfe nach Kriterien bewerten und nach Beliebtheit ordnen können. Parallel läuft eine Kinder‑ und Jugendbeteiligung mit Projekttagen für Schulen. Die Ergebnisse der Beteiligungen sollen am 7. August vorgestellt werden. Am 18. August fasst das Begleitgremium Expertinnen‑, Bürger‑ und Gremienergebnisse zu einer Gesamtmeinung und einem Ranking zusammen. Auf dieser Basis erstellt die Verwaltung eine Empfehlung für den Stadtrat. Nach Beratungen der Stadtbezirksbeiräte und der Ausschüsse am 2. September entscheidet der Stadtrat am 3. September, welches Team den Zuschlag erhält. Zur politischen Debatte gehört auch die Diskussion über Fahrspuren, etwa unter dem Stichwort „Mehr Flexibilität“, sowie eine präsentierte Simulation mit zwei Fahrspuren.