Landschaftsbild: Förster hofft auf Widerstand der Dresdner

 

Heiko Müller, Abteilungsleiter Staatsforst des Forstbezirks Dresden, warnt in der Sächsischen Zeitung eindringlich vor den Folgen möglicher Windräder in der Dresdner Heide. Der Bau solcher Anlagen „würde an die Substanz eines der letzten großen zusammenhängenden Waldgebiete der Region gehen.“ Er betont, die Heide sei bereits stark beansprucht und „große geschlossene Waldflächen werden deshalb immer wichtiger für das Klima in der Stadt und die umliegenden Siedlungen.“ Müller beschreibt die konkreten Schäden: „Tausende Bäume würden fallen, der Untergrund müsste mit großen Betonfundamenten versiegelt werden … sie wären für viele nachfolgende Generationen nicht mehr nutzbar.“ Für ihn erfüllt die Heide „zwei entscheidende Funktionen“: Sie „trägt zum Klimaschutz der Region bei“ und ist „Kalt- und Frischluftentstehungsgebiet“ mit einem wichtigen Kühlungseffekt für die Dresdner Innenstadt.

Auch die Artenvielfalt steht nach Müllers Worten auf dem Spiel: „Vielfältige. Vor allem Vögel und Fledermäuse sind durch Windkraftanlagen besonders bedroht… Dies zu gefährden, wäre ein Frevel.“ Zugleich räumt er ein, dass erneuerbare Energien nötig sind, fordert aber eine standortbezogene Abwägung: „Natürlich brauchen wir mehr erneuerbare Energien, aber die Frage ist doch, welche Technologien die richtigen für welchen Standort sind.“ Dabei unterstreicht er die Rolle des Waldes selbst als Ressource: „Der Wald selbst ist die ökologischste Energiequelle … Dieses wunderbare System müsste ich erst mal beseitigen, um an der Stelle Strom zu erzeugen.“

Seit Bekanntwerden der Pläne sind Müller und seine Revierförster sehr beunruhigt. Er verweist auf eine Untersuchung, wonach das Landschaftsschutzgebiet Dresdner Heide in Bezug auf Windenergie „gänzlich ausgeschlossen“ sei.