Narrenhäusel: Baubeginn frühestens Ende 2026

 

Der Bauunternehmer Frank Wießner kündigt laut Dresdner Neuesten Nachrichten an, mit dem Wiederaufbau des Narrenhäusels erst frühestens Ende 2026 zu beginnen. „Das Kind steckt richtig tief im Brunnen und ich bekomme es aktuell da nicht heraus“, so Wießner. Er gibt zu bedenken: „Als ich 2024 die Baugenehmigung bekommen habe, war das kein Grund zur Freude für mich“. Hintergrund ist ein deutlicher Anstieg der Bauzinsen. Wießner rechnet vor, dass bei einem geplanten Kredit die Zinslast bei 48.000 Euro pro Jahr gelegen hätte, inzwischen aber bei 168.000 Euro liege. „Die Einnahmen fließen in die Bewirtschaftung und Zinszahlungen, ich kann den Kredit nicht tilgen.“ Das Projekt stehe damit unter Druck, weil eine Finanzierungslücke von 600.000 Euro geschlossen werden müsse. Wießner sagt: „Wir versuchen das durch Mehrarbeit zu kompensieren, arbeiten 60 bis 70 Stunden in der Woche.“ Er bleibt zwar bei der Zusage, berichtet aber von einer zeitlichen Verzögerung, bis die Arbeiten starten können. Für die weitere Planung nennt er als Ziel: „Wenn ich halbwegs optimistisch bin, dann ist das Narrenhäusel in zwei Jahren fertig“, und kritisiert: „Es hat Wochen, Monate und Jahre gedauert. Wir haben in zehn Jahren allein 1,2 Millionen Euro an Zinsen verloren. Diese Zahlen können ein Projekt kaputt machen.“ Hinzu kämen gestiegene Baupreise. Das Narrenhäusel soll künftig ein Restaurant und 14 Ferienwohnungen beherbergen. Für die Gastronomie gebe es nach Wießners Angaben mehrere Anfragen, er sagt: „Ich denke, da werden wir ein attraktives Angebot hinbekommen.“ Außerdem denkt er inzwischen darüber nach, die Ferienwohnungen selbst zu betreiben.