Schauspielhaus: Foyers bekommen teils historische Fassung

 

Die Foyers des Schauspielhauses werden teiweise wieder in ihren historischen Zustand versetzt, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Das 1913 eröffnete Stahlbetongebäude, 1945 teilweise zerstört und 1948 wieder als Großes Haus des Staatstheaters genutzt, erhielt seine heutige Gestalt nach einer Komplettsanierung 1995. Nach der bereits erfolgten Restaurierung des Salons übernimmt der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) nun die früher „Wandelgänge“ genannte Foyers, erklären Sachgebietsleiter Knut Börner und SIB-Projektleiterin Beatrix Nau. „Wir wollen in der Spielzeitpause ab dem 6. Juli mit den Arbeiten beginnen“, sagt Nau. Die Wände erhalten neue Farbe. Derzeit befinden sich dort bis zu sechs Lagen alter Anstriche, die abgeschliffen werden. Freigelegte Wandmalereien wurden bereits an der Parkettebene sichtbar. „Das besondere Foyer am ersten Rang erhält dabei seine historische Fassung wieder“, erläutert Börner, Stuckelemente werden nach alten Fotos rekonstruiert. Parallel werden Veranstaltungstechnik, Lautsprecher, Sicherheitsbeleuchtung und Sprachalarmierung erneuert, die Möblierung aufgearbeitet und ergänzt, neue Tresen eingebaut und Teppiche erneuert. Zudem werden alte Leitungen ersetzt und brandschutztechnische Anforderungen umgesetzt. Wichtige Details wurden mit Denkmalpflegern abgestimmt. Der Freistaat plant dafür knapp zwei Millionen Euro ein. Erste Aufträge gingen an regionale Firmen. „Trotz der umfangreichen Arbeiten wird der Spielbetrieb im vollen Umfang aufrechterhalten“, versichert Schauspielhaus-Sprecherin Franziska Blech, wobei das Publikum die Sanierung in den Foyers mitverfolgen und die Arbeit der Handwerker und Restauratoren beobachten kann.