Schauspielhaus: Historische Salonhalle ist fertiggestellt

 

Wie die Sächsische Zeitung berichtet, wurde die Wiederherstellung der Salonhalle des Schauspielhauses abgeschlossen. SIB-Projektleiterin Beatrix Nau und der Architekt Alexander Pötzsch präsentierten den restaurierten Raum und lobten das Ergebnis der Arbeiten. „Vor der Spielzeiteröffnung 2024/25 hatten wir die Hauptarbeiten abgeschlossen“, erklärt Nau, die beiden Kronleuchter kamen im Februar und, so Pötzsch, „das war der krönende Abschluss“. Der Salon entspricht weitgehend wieder der Gestalt in einer Stilmischung aus Neobarock und Jugendstil des 1913 eröffnete bürgerliche Hoftheaters. Nach Kriegszerstörungen und verschiedenen Umbauten verschwanden im Lauf der Jahrzehnte ursprüngliche Stuckprofile und Wandgestaltungen hinter Vorbauwänden, sodass die ursprüngliche Gestaltungsfassung des Raums verlorenging, erklärt SIB-Sachgebietsleiter Knut Börner. In den 1990er-Jahren begann ein Wiederherstellungsansatz nach einem gewonnenen Gestaltungswettbewerb. Bei der aktuellen Restaurierung wurden die Konchen und die Stuckelemente der historisch hängenden Rabitzdecke wieder freigelegt, zudem fanden Wandbemalungen aus der Werkstatt von Alexander Baranowsky Eingang in die Rekonstruktion. Restaurator Hans‑Christoph Walther und sein Team haben vorhandene Bildteile überarbeitet und fehlende Bereiche „nach historischem Vorbild ergänzt“. Die Decke erstrahlt „wie früher in hellen, cremigen und Bronzefarben“, und der Raum erfüllt jetzt denkmalpflegerische sowie moderne brandschutztechnische und akustische Anforderungen, so Nau. Die neuen Kronleuchter orientieren sich in ihrer Geometrie an den Originalen von 1913, sind jedoch für heutige Theaternutzung angepasst. Sie verfügen über energieeffiziente LED‑Leuchten und lassen sich je nach Veranstaltung dimmen oder in der Farbe verändern. „Die Kronleuchter sind eine moderne Zutat, die sich ins Gesamtkonzept des wiederhergestellten Raums einfügt“, erklärt Pötzsch. Der SIB investierte rund 1,7 Millionen Euro in die Arbeiten. Intendant Joachim Klement betont: „Es ist für uns eine Freude, den Salon wieder nutzen zu können. Er bietet einen stilvollen Rahmen für Begegnungen, ist lebendiger Treffpunkt für das Publikum, dient der Gastronomie – und uns als Veranstaltungsort für kleinere Formate wie Lesungen oder Konzerte.“